Schnaitsee: Modellprojekt Digitale Dividende
Mit Zuschüssen aus dem Bayerischen Breitbandförderprogramm geht in der Gemeinde Schnaitsee die erste Breitbandversorgung Bayerns auf Basis der Digitalen Dividende in Betrieb.
100 Testhaushalte in Schnaitsee können ab 1. März 2010 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde im Internet surfen. In der Gemeinde werden dafür die Frequenzen genutzt, die durch die Digitalisierung der Rundfunkübertragung frei werden, die so genannte "Digitale Dividende". Andere Gemeinden könnten die Erfahrungen aus dem Modellprojekt in Schnaitsee für ihren eigenen Breitbandausbau nutzen.
Die Versteigerung der Frequenzen für die Digitalen Dividende durch die Bundesnetzagentur ist im zweiten Quartal 2010 geplant. Mit diesen bisherigen Rundfunk-Frequenzen können pro Sendestation große Areale flächendeckend mit schnellem Internet versorgt werden. Dadurch sinken die Kosten für den Breitbandausbau.
Für kleinere und schwierig zu versorgende Orte eröffnet sich so eine weitere Perspektive für den Zugang zur schnellen Datenautobahn. Umgesetzt wird das Projekt in Schnaitsee von der Firma Vodafone.
Technische Details:
- Eingesetzte Frequenzen: 825 - 875 MHz.
- Technik: Klassisches UMTS mit HSDPA (7,2 MBit/s) und HSUPA (1,45 MBit/s)
- Der große Vorteil liegt in der größeren Reichweite: Schnaitsee wäre mit klassischen UMTS-Fequenzen nicht versorgbar.
Presseartikel: Oberbayerisches Volksblatt
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