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Breitbandmesse Unterfranken lockte zahlreiche Besucher an

 

Erstaunlichste Aussage an diesem Tag: Die Strahlenbelastung durch Funktechnologien ist weitaus geringer, als von vielen befürchtet. So liegen z. B. die Immissionswerte bei Mobilfunkmasten etwa zehn- bis tausendfach höher. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, des EM-Instituts, die im Auftrag des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. Ulrich Gampl vom Bayerischen Landesamt für Umwelt stellte deren Ergebnisse vor.

 

Die Untersuchung beinhaltet Messungen der Technologien WLAN und WIMAX (lizenzfreie Frequenzen). Gemessen wurden Immissionen an typischen Arbeitsplatz-Umgebungen sowie in Gruppenräumen. Während WLAN hauptsächlich in Räumen eingesetzt wird, dient WIMAX zur DSL-Versorgung im Freien über größere Entfernungen hinweg.

 

Nach der Studie erreichen WLAN und WIMAX an allen 59 untersuchten Messpunkten selbst bei höchster Leistung Immissionen, die weniger als ein Millionstel vom zulässigen Grenzwert betragen. Dabei treten die höchsten Immissionen bei hoch montierten Antennen nicht unmittelbar neben der Antenne, sondern in 100 bis 300 Metern Entfernung auf. Die Masten für Mobilfunk strahlen dagegen stärker, weil die Nutzer mobil sind, während sich die Masten für den schnellen Internetzugang an stationäre Nutzer mit Außenantenne richten. Zudem handelt es sich bei WLAN und WIMAX um modernere Verfahren als GSM.

 

In weiteren Fachvorträgen erfuhren die Teilnehmer Details rund um das Thema Breitband. Andreas Leuzinger vom Bayerischen Wirtschaftsministerium erläuterte die verschiedenen Technologien für breitbandige Internetanschlüsse. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen kabelgebundenen Technologien und Funklösungen. Die bekannteste und am weitesten verbreitete kabelgebundene Lösung ist in Deutschland der DSL-Anschluss, der freie Kapazitäten der Telefonleitung zur Übertragung nutzt. Seltener sind Glasfaser-, Fernseh- oder Stromkabel im Einsatz. Bei den Funklösungen konkurrieren Technologien wie WLAN, WIMAX, UMTS, HSDAP oder Satellitenlösungen miteinander.

 

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde insbesondere die Frage nach Fördermitteln der öffentlichen Hand thematisiert. Andreas Leuzinger machte deutlich, dass Bayern zurzeit nicht über eine Breitbandförderung nachdenke. Aber auch, wenn es eine solche Förderung geben würde, müsste diese technologie- und betreiberunabhängig vergeben werden. Da in der Regel aber die Alternative „Breitband per Funk" möglich sei, könnten die Kommunen nur in wenigen Fällen mit Fördermitteln für den häufig favorisierten DSL-Anschluss rechnen.

 

In der Begleitausstellung konnte man sich schließlich bei neun verschiedenen Anbietern von Breitbandzugängen über konkrete Lösungen in der Praxis informieren.

 

Die Veranstaltung war Teil der „Breitbandinitiative Bayern", mit der der BIHK, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, der Bayerische Gemeindetag, der Bayerische Städtetag und der Bayerische Landkreistag das Ziel verfolgen, das Angebot der vorhandenen Breitbandalternativen transparenter zu machen.

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